Exkursion nach Theresienstadt am 27.11.2007

Wie bereits im letzten Schuljahr erhielt unsere Schule das Angebot des Rotary- Clubs, kostenfrei an einer Fahrt nach Theresienstadt teilzunehmen. 

Mit großer Vorfreude bestiegen die Schüler der 9. Klassen der  Katharina-von-Bora-Mittelschule Torgau am 21.11.2007 um 7.00 Uhr den Bus nach Theresienstadt. Diese Fahrt wurde zum größten Teil vom „Rotary- Club Torgau“ gesponsert (Eigenanteil der Schüler je 2,-€). Uns begleitete Herr Hoffmann, ein Mitglied des Rotary- Club. 

Nach 3,5 Stunden Busfahrt erreichten wir die deutsch- tschechische Grenze, wo wir nun gespannt auf die Kontrollen der Zollbeamten warteten. Nachdem wir die Grenze passiert und die Passkontrollen abgeschlossen wurden, sind wir mit dem Ziel Theresienstadt weiter gefahren.

 

Als wir um ca. 12.00 Uhr im KZ Theresienstadt ankamen, dachten wir nur: „Wow, sieht das hier renoviert aus!“ Unsere Vorstellung jedenfalls war eine ganz andere. 

In einer gut organisierten Führung besichtigten wir die Stadt, die als Sammellager genutzt wurde. Besonders beindruckend war für viele Schüler zu sehen, unter welchen Bedingungen die jüdische Bevölkerung leben musste - enge Räume für viele Menschen, ohne die Möglichkeit richtig zu heizen und schlechte sanitäre Anlagen. Auch auf dem jüdischen Friedhof und im Krematorium beschlich viele von uns ein unheimliches Gefühl. 

Christina Viol und Juliane Wendt legten hier stellvertretend einen Blumenkranz nieder. 

Anschließend liefen wir dann wieder in die kleine Festung, wo uns das Mittagessen (wenn auch verspätet Þ 14.00 Uhr) erwartete (Schnitzel und Pommes L ).

Nach dieser Stärkung wurde uns die kleine Festung gezeigt, einschließlich der Massenzellen, der großen Gemeinschaftsdusche und der Arrestzellen. Ein kleiner Höhepunkt war dann der Gang durch einen sehr langen Schleichweg (unterhalb der Erde) der zu einer weiteren Festung führte( ca. 2 km lang, eng und dunkel).  

Anschließend nutzten wir die Gelegenheit,  uns den Dokumentarfilm der NS über Theresienstadt anzusehen, der zu Propagandazwecken gedreht, jedoch nie gezeigt wurde. Wir waren erschüttert, aber zugleich auch beeindruckt von den Ausmaßen, den Geschehnissen und der Brutalität der früheren Zeit (1933 – 1945). Jeder von uns erkannte, dass die Gedenkstätte Theresienstadt an die vernichtenden Folgen der Unterdrückung von Freiheit, Demokratie und Menschenrechte erinnert.  

Am späten Nachmittag traten wir dann die Heimfahrt an und erreichten gegen 22.00 Uhr Torgau. Somit ging ein anstrengender aber auch erlebnisreicher Tag zu Ende.  

An dieser Stelle möchten wir uns noch mal bei allen Mitgliedern des Rotary- Clubs bedanken, die uns diese Fahrt ermöglicht haben.